Lernen hat mit bewusster Planung (Schule, Universität, Karriere) zu tun, aber auch viel mit dem so genannten „Aha-Erlebnis“ als Schlüsselerlebnis für den Beginn eines Lernprozesses.
Durch dieses Erlebnis wird Interesse an einem Thema, an einer Sprache geweckt. Der Sprachpsychologe Karl Bühler definiert dieses „Aha-Erlebnis“ als „ein eigenartiges im Denkverlauf auftretendes-lustbetontes Erlebnis, das sich bei plötzlicher Einsicht in einen zuerst undurchsichtigen Zusammenhang einstellt.“
Motivation und Demotivation
Motivation und Demotivation kann man am besten in zwei Reihen darstellen:
- Motivation:
Lernerfolg – Optimismus – Selbstbewusstsein – Begeisterung – Lernerfolg - Demotivation:
Misserfolg – Lernpessimismus – geringes Selbstvertrauen – Schwächung der Persönlichkeit – Verstetigung des Misserfolgs
Planung des Lernens
Die meisten Lerner erfahren bewusst ein planmäßiges Lernen durch die verschiedenen Ebenen ihrer Bildungsbiographie, wie z.B. in der Schule durch die Anwendung von Lehr- und Lernmethoden, die das Lernen unterstützen sollen.
Gerade in der Erwachsenenbildung ist die Planung des eigenen Lernens immens wichtig. Für eine erfolgreiche Planung sollte der Lerner sich klar werden welcher Lerntyp (Link zu Lerntypen) er ist, welches Ziel er hat, welcher Zeitrahmen zur Verfügung steht.
Die Planung des Lernens muss aber nicht nur institutionell erfolgen, sie kann auch selbstgesteuert sein. Die Grundannahme ist hier, dass auch wenn der Rahmen vorgegeben ist, das Individuum letztendlich seinen Lernprozess selbst organisieren muss.
Lerntypen
Frederic Vester hat in seinem Buch „Denken, Lernen, Vergessen“ (1978) die Einteilung der verschiedenen Lerntypen nach ihren bevorzugten Lernaktivitäten vorgenommen. Er geht davon aus, dass die Lerneffektivität gesteigert werden kann, indem der jeweils richtige Wahrnehmungskanal (optisch/visueller, auditiver, haptischer, kognitiver) angesprochen wird. Das bedeutet, dass eine Information in Form eines sinnlich wahrnehmbaren Reizes uns erreicht. Dieser Reiz kann ein visueller (sichtbarer), auditiver (hörbarer), haptischer (den Tastsinn ansprechender), olfaktorischer (geruchlicher) oder sogar ein gustatorischer (geschmacklicher) Reiz sein. Die eintreffende Informationsmenge ist von der Art des Reizes abhängig: Olfaktorische Reize können etwa 20 Bit pro Sekunde enthalten, visuelle hingegen ca. 10 Millionen Bit.
Zu den Eigenheiten der verschiedenen Lerntypen gehört u.a. auch die Bewusstmachung eigener Lernzeiten, denn der eigene Biorhythmus.
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